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Seit einiger Zeit gibt es Überlegungen im Verein, einen ersten Hilfstransport mit verschiedenen nützlichen Gegenständen nach Ecuador zu schicken. Hierfür brauchen wir zum einen Sachspenden und zum anderen Helfer, die uns bei der Organisation und Durchführung helfen können. Unter den bekannten Kontaktadressen erfahren Sie mehr zum Thema.

Hilfegüter können mit US-amerikanischen Fluglinien, wo Reisende 2 x 23 Kilogramm Gepäck mitführen dürfen, verschickt werden.
Der Verein sucht jederzeit interessierte junge Menschen, die ein Praktikum bzw. Voluntariat in unserem Projekt durchführen möchten. Bei Interesse bitten wir um direkte Kontaktaufnahme.


bisherige Veranstaltungen...
...das Projekt in GUAYAQUIL
Seit Anfang September 2004 können wir nun endlich unser eigenes Objekt nutzen. Durch die im Vorfeld gesammelten Spenden konnte das schon lange geplante Haus für unser Kinderbetreuungsprojekt gebaut werden. Seit nunmehr mehr als 2 Jahren besteht dieses Kinderprojekt in einem der ärmsten Stadtgebiete der Millionenstadt Guayaquil. In dieser Zeit hatten wir nacheinander drei verschiedene Häuser angemietet, die wir jedoch nach Schwierigkeiten mit den Vermietern immer wieder verlassen mussten. Die Kinder, wie auch unsere Mitarbeiterinnen, mussten dabei stets mit den gegebenen Räumlichkeiten zu Recht kommen, was angesichts der baulichen Enge der Häuser oft sehr schwierig war. Diesem unhaltbaren Zustand sollte nun mit dem Bau eines vereinseigenen Hauses abgeholfen werden. Wie dankbar die Kinder und auch die beschäftigten Frauen waren, ein derartiges Projekt zu haben, bekam Vereinsmitglied Rafael Maschke während seines 2-monatigen Aufenthaltes oft zu spüren.
Der „Grundstein“ für das neue Haus wurde Anfang Juli 2004 gelegt. Innerhalb von ca. 2 Monaten konnten wir das Haus so fertig stellen, das die Kinder jetzt ihr neues Domizil nutzen können. Nur durch die zügige Arbeit der für den Hausbau beschäftigten Handwerker und die engagierte Hilfe der betroffenen Familien, insbesondere in der letzten Bausphase, sowie durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Spender aus Deutschland, war es möglich den Bau so schnell voran zu bringen.
Insgesamt investierte unser Verein mehr als 10.000 USD für den Kauf des Grundstückes und den Bau des Objektes. Letztlich hat sich aber der finanzielle Aufwand auf jeden Fall gelohnt, da durch den Neubau Ärger mit den Vermietern vermieden wird und die räumlichen Verhältnisse des Projekts nun gesichert sind. In den nächsten Monaten wollen wir dann, soweit dies finanziell möglich ist, noch ausstehende Arbeiten in Küche und Toilette sowie die Gestaltung des Hinterhofes in Angriff nehmen. Außerdem fehlen uns noch weitere Sitzmöbel und Regale, die gekauft werden müssen. Während des Aufenthaltes von Rafael Maschke im Oktober 2007 wurde aber auch eines klar: um das Projekt in der jetzigen Form weiterführen zu können, werden die monatlichen Kosten steigen. So sind Preise für Lebensmittel, Wasser, Strom etc. deutlich gestiegen. Waren es bisher ca. 500 USD für die laufenden Kosten des Projekts, so werden es künftig fast 650 Dollar monatlich sein.
Das Projekthaus wird inzwischen auch für Wochenendseminare speziell für afroecuadorianische Jugendliche und junge Erwachsene genutzt. Im Moment finden Workshops zum Thema „Aidsprävention“ und der „Umgang mit AIDS“ statt, die von der Immunschwäche betroffene Personen leiten. Eine nordamerikanische Freiwillige, die im Verein „Afroamerica XXI“ ein zweijähriges Voluntariat absolviert, führt neben einem Englischkurs auch einen Tanzworkshop für die Jugendlichen in unserem Haus durch. Insgesamt sollen benachteiligte Jugendliche gefördert und besser organisiert werden.
Durch die bessere Auslastung des Projekthauses können immer mehr Menschen aus dem Stadtteil erreicht werden. Das Projekt ist im Stadtteil etabliert und wird auch darüber hinaus anerkannt. Momentan nutzen wöchentlich ca. 60 bis 100 Menschen die Angebote im Objekt.
Im Oktober 2007 begannen zudem weitere notwendig gewordene Bauarbeiten im Projekt, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein werden. Das Grundstück hinter dem Projektgebäude wurde durch einen Zaun geschlossen, um ungeliebte Besucher fernzuhalten. Außerdem soll eine großzügige, überdachte Terrasse verschiedene Aktivitäten im Freien auch in der Regenzeit von Dezember bis Mai ermöglichen. Für diese Maßnahmen werden ca. 2500 Dollar benötigt.
Künftig soll nach dem Willen der Mitarbeiter und der Vertreter des Vereins Solifond Ecuador neben den bisher betreuten Kindern noch eine weitere Kindergruppe für unter 5-jährige entstehen. Dies erfordert jedoch noch eine Vorbereitungsphase, die nach unserer Meinung mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Dafür sind u.a. auch einige bauliche Veränderungen im Haus erforderlich. So sollen zusätzlich sanitäre Anlagen entstehen und ein Raum im Gebäude für die "Kleinen" abgetrennt werden. Wie viele Kinder betreut werden könnten, ist momentan noch nicht absehbar. Unter anderem wird das Gelingen dieses neuen Projekts von der Bewilligung staatlicher Mittel abhängen, welche jedoch erst beantragt werden müssen. Ohne jegliche staatliche Unterstützung wird es uns nicht möglich sein, das Vorhaben auch umsetzen zu können.

Als sehr positiv eingeschätzt werden kann die Entwicklung der Kinder in unserem Hilfsprojekt. Durch die intensive Arbeit mit den Kindern konnten fast ausnahmslos alle Kinder ihre schulischen Leistungen verbessern. Zu beobachten ist ebenfalls die Weiterentwicklung im sozialen Bereich. So wurde unter den Kindern inzwischen ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. Viele Kinder sind wesentlich offener geworden und helfen sich gegenseitig bei bestehenden Problemen. Auch das Vertrauen zu den Mitarbeiterinnen konnte durch den Gewinn von Vertrauen weiter verbessert werden. Die Kinder lernten bestehende Bedürfnisse einzufordern.

Seit Juni 2002 arbeiten Marcela, Beatriz und Maria im Projekt. Alle Mitarbeiterinnen sind in ihrer neuen Arbeit im Kinderbetreuungsprojekt sehr zufrieden. Die Frauen kooperieren nach eigener Aussage immer besser, was letztendlich auch den Kindern zu Gute kommt. Auch die Zusammenarbeit mit den Müttern der betreuten Kinder ist sehr zufriedenstellend. Regelmäßig treffen sich die Mütter und beraten wichtige Dinge, tauschen Neuigkeiten aus oder informieren sich gegenseitig.