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  Unser Projekt
...entstand aus der Idee Kindern, Jugendlichen und alleinerziehenden Müttern des Stadtteils Isla Trinitaria in Guayaquil eine Hilfe zu geben, um ihr Leben verbessern können. In diesem Stadtteil gibt es eine sehr hohe Arbeitslosigkeit.
Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet auf dem informellen Arbeitsmarkt und hat kein geregeltes Einkommen. Die allgemeine schlechte Schulbildung und eine unzureichende Ernährung verhindern eine dem Alter der Kinder entsprechende Entwicklung.
Außerdem sind schlechte Lebensbedingungen (keine ausreichende bzw. die inzwischen teure Trinkwasserversorgung, verunreinigte Gewässer in unmittelbarer Nähe durch unregelmäßige Müllentsorgung, keine Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, zu wenig Wohnraum) besonders für die Kinder und Jugendlichen als nachteilig einzuschätzen.

Obwohl der Anteil der schwarzen Bevölkerung in Ecuador nach offiziellen Angaben nur etwa 10% der Gesamtbevölkerung beträgt, ist auf der Isla Trinitaria und den angrenzenden ärmeren Stadtteilen ein Großteil der Bewohner dieser Gruppe zugehörig. Bewusste Ausgrenzung und ein offener Rassismus gegenüber der verarmten schwarzen Bevölkerung sind hier wie überall in den sog. Drittweltstaaten anzutreffen.

Im Projekt „Kinderbetreuung Isla Trinitaria“ werden im Moment ca. 25 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren täglich mit einer Mahlzeit versorgt.Sie können in dem neugebauten Haus des Vereins ihre Freizeit verbringen und unter Betreuung ihre Hausaufgaben erledigen. Jeden Tag kommt beispielsweise Marta (9 Jahre),
deren alleinerziehende Mutter 12 Stunden täglich arbeiten muss und sich deshalb tagsüber nicht ausreichend um ihre drei Kinder kümmern kann.
Kinder, die nicht lesen und schreiben können, werden nach Möglichkeit unterrichtet oder an andere staatliche oder nichtstaatliche Organisationen vermittelt. Fast alle betreuten Kinder stammen aus Familien mit allein erziehenden Müttern. Diese allein erziehenden Frauen haben oftmals nicht genügend Zeit ihre Kinder zu betreuen, noch weniger sie ausreichend zu fördern. Im Projekt arbeiten z. Z. drei Frauen, für die mit dem Aufbau des Projektes Arbeitsplätze entstanden sind. Sie sind selbst Mütter mehrerer Kinder und kommen aus dem gleichen Stadtgebiet. Trotz einer im Moment nur sehr geringen Entschädigung widmen sie sich mit großen Engagement und persönlichem Einsatz ihren Aufgaben.
Seit etwa 2 Jahren kommt zudem eine Gruppe von ca. 10 Jugendlichen regelmäßig im Projekt zusammen. Gemeinsam mit anderen Jugendgruppen aus benachbarten Armenvierteln der Stadt treffen sie sich ein bis zweimal in der Woche zu verschiedenen Aktivitäten, wie etwa zu Musik- und Tanzworkshops oder einfach um sich auszutauschen. Einen anderen geschützten Raum haben die jungen Menschen in diesem Milieu nicht.

Das Projekt wird vor Ort selbst verwaltet. Dennoch steht unser Verein im ständigem Kontakt mit dem Projekt, um die organisatorische und konzeptionelle Arbeit zu unterstützen, Anregungen zu geben und über die aktuelle Situation im Projekt informiert zu sein.
Die monatlichen Kosten des Projekts belaufen sich auf etwa 650 US-Dollar. Darin enthalten sind die laufenden Ausgaben für Strom und Wasser (ca. 30 $), für Lebensmittel (ca. 280 $) und für die Gehälter die drei Projektmitarbeiterinnen ( 300 $) und ca. 40 $ für Gas, Kleinmaterialien, zusätzliche Materialien und Aktivitäten.
Ungefähr 50 $ werden durch den Selbstkostenbeitrag der Familien eingenommen, die restlichen 600 $ finanziert unser Verein aus den Spenden.
Ungefähr 50 $ werden durch den Selbstkostenbeitrag der Familien eingenommen, die restlichen 450 $ finanziert unser Verein aus den Spenden. Alle anderen Ausgaben, zum Beispiel für didaktisches Material, die Verbesserung der Innenausstattung des Hauses oder anfallende Reparaturen, sind zusätzliche Kosten. Alle Ausgaben werden bisher ausschließlich über Spenden finanziert. Momentan unterstützen etwa 8 Personen den Verein mit regelmäßigen monatlichen Spenden, wodurch die Hälfte der monatlichen Ausgaben abgedeckt sind. Die restlichen benötigten Gelder werden durch Benefizveranstaltungen, Konzerte, Diavorträge oder ähnliches akquiriert.


Als Anschubfinanzierung wurden zu Projektbeginn 2002 ca. 1500 € eingesetzt für die Ausstattung des damals angemieteten Hauses mit Tischen und Stühlen, die Einrichtung einer funktionstüchtigen Küche, mit Kühlschrank, Gasherd etc., sowie für die Sicherung des Hauses. Das vom Juli bis September 2004 neugebaute Haus wurde mit den schon erwordenen Einrichtungsgegenständen versehen. Hinzu kamen zwei weitere Tische, einige Sitzgelegenheiten, zwei Schränke sowie ein neuer Herd.